Digitaler Kolonialismus

Ingo Dachwitz und Sven Hilbig

Wie Tech-Konzerne und Großmächte die Welt unter sich aufteilen.

Kaum eine Geschichte wird so oft erzählt wie die vom unaufhaltsamen Aufstieg der Tech-Konzerne an die Spitze der global vernetzten Welt. Nur ein Kapitel wird dabei ausgelassen: Der Preis, den der globale Süden dafür bezahlt. Ingo Dachwitz und Sven Hilbig beleuchten diesen blinden Fleck und zeigen die weltweiten Folgen des digitalen Kolonialismus sowie bestehende Ansätze für eine gerechtere Digitalisierung auf.
 
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sind die Hoffnungsträger der Gegenwart: Kaum ein Problem, zu dessen Lösung sie nicht beitragen sollen. Wie stark der digitale Fortschritt inzwischen auf Kosten von Menschen und Natur geht, wie eng er mit Überwachung und Kontrolle verbunden ist, wird seltener thematisiert. Dachwitz und Hilbig zeigen eindrücklich diese andere Seite der Digitalisierung. Sorgfältig legen sie dar, wie die großen Tech-Konzerne ihre Macht ausbauen und sich nach Art eines digitalen Kolonialismus die Welt aufteilen, alte Abhängigkeiten, vor allem im Globalen Süden, verfestigen und neue etablieren. Damit demontieren sie den Mythos einer immateriellen, neutralen Technologie und tragen dazu bei, die Diskussion um die Digitalisierung zurechtzurücken.