Forum der Kulturen

Dachverband für 16 MigrantInnenvereine

Das Forum der Kulturen Stuttgart e. V. wurde 1998 als Dachverband von 16 Migrantenvereinen ins Leben gerufen und zählt heute über 150 Mitgliedsorganisationen aus Stuttgart und Umgebung. Es richtet sich an mehr als 300 (post-)migrantische Gruppen in der Region. Der Verein setzt sich für interkulturellen Dialog, kulturelle Vielfalt und die gleichberechtigte Teilhabe von Migrant*innen und ihren Nachkommen ein. Ein zentrales Anliegen ist der Kampf gegen Ausgrenzung, Rassismus und Diskriminierung sowie die Förderung der interkulturellen Öffnung von Institutionen und Vereinen. Dabei orientiert sich das Forum an den Leitlinien „Kulturelle Vielfalt erfordert eine Politik der Diversität“, an deren Entwicklung es maßgeblich mitgewirkt hat.
 
Vielfalt und Aktivitäten
Rund 40 Prozent der Stuttgarter*innen haben einen Migrationshintergrund, mit familiären Wurzeln in über 170 Ländern. Das Forum der Kulturen macht diese kulturelle Vielfalt sichtbar und erlebbar – etwa durch Kulturfestivals wie das Sommerfestival der Kulturen oder „Made in Stuttgart“, durch Workshops, Tagungen und das Magazin IN MAGAZIN. Besonders wichtig ist dem Verein, das Engagement und die Qualifizierung von Migrantenorganisationen zu stärken, etwa durch das „House of Resources“. Dieses bietet Fortbildungen und gezielte Unterstützung für Vereine und Initiativen, um deren gesellschaftliches Potenzial besser zu nutzen.
 
Überregionales Engagement
Obwohl der Fokus auf Stuttgart liegt, wirkt das Forum der Kulturen zunehmend landes- und bundesweit: Es trägt ein Qualifizierungsprogramm für Migrantenorganisationen in Baden-Württemberg und ist Gründungsmitglied des „Bundesweiten Ratschlags Kulturelle Vielfalt“. Gemeinsam mit Partnern organisierte es den ersten Bundesfachkongress Interkultur 2006, der seitdem regelmäßig in verschiedenen Städten stattfindet. Zudem ist das Forum Gründungsmitglied von NeMO, einem bundesweiten Netzwerk von Migrant*innenorganisationen. So prägt es den interkulturellen Diskurs weit über die Region hinaus.