Nationaler Diskriminierungs- und Rassismusmonitor

Untersuchung von Ursachen, Ausmaß und Folgen von Rassismus in Deutschland.

Der Nationale Diskriminierungs- und Rassismusmonitor (NaDiRa) untersucht Rassismus und Diskriminierung in Deutschland mit innovativen Methoden und in Zusammenarbeit mit betroffenen Communitys sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen. Ziel ist es, langfristig belastbare Daten zu liefern, um strukturellen Rassismus in den Bereichen Gesundheit, Wohnen, Arbeit und Bildung zu erfassen.
 
NaDiRa verbindet kritische Rassismusforschung mit der Erforschung sozialer Ungleichheit und nutzt dazu sozialpsychologische Experimente, Surveys, partizipative Studien und Medienanalysen. Ein zentraler Bestandteil ist der zivilgesellschaftliche Begleitprozess, der sicherstellt, dass die Perspektiven der Betroffenen in die Forschung einfließen.
 
Das Vorhaben wurde 2020 nach rassistischen Anschlägen (u. a. in Halle und Hanau) ins Leben gerufen. Der Deutsche Bundestag stellte dafür Mittel bereit, nachdem die Bundesregierung unter Kanzlerin Merkel einen Kabinettsausschuss zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus eingerichtet hatte. NaDiRa ist am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) angesiedelt und soll als langfristiges Instrument zur Beobachtung rassistischer Strukturen in Deutschland dienen.