Ich engagiere mich weltkirchlich, weil mich der Gedanke begeistert, Teil einer weltweiten Gemeinschaft zu sein, die über Grenzen, Kulturen und Sprachen hinweg verbunden ist. In dieser Vielfalt erfahre ich Kirche als lebendig, bunt und tief verwurzelt in der gemeinsamen Hoffnung auf eine gerechtere Welt.
Schon hier in Deutschland durfte ich durch interkulturelle Begegnungen erleben, wie Weltkirche konkret wird – in Gemeinden, im Austausch mit Menschen unterschiedlicher Herkunft, im gemeinsamen Glauben. Doch durch Reisen und persönliche Begegnungen mit Menschen aus anderen Ländern hat sich dieser Horizont noch einmal geweitet. Besonders bei Weltjugendtagen habe ich die weltweite Dimension der katholischen Kirche intensiv gespürt – als Gemeinschaft, die trotz aller Unterschiede von einem tiefen Glauben, einer Sehnsucht nach Mehr und dem Wunsch nach einem guten Leben für alle getragen ist.
Mich fasziniert es, neue Perspektiven auf zentrale Fragen des Lebens und Glaubens kennenzulernen, den eigenen Blick weiten zu lassen und gemeinsam an Lösungen für globale Herausforderungen wie Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung zu arbeiten. Denn diese Herausforderungen können wir nur gemeinsam angehen – im Hören aufeinander, im gegenseitigen Lernen und in gelebter Solidarität.
Ich wünsche mir eine Kirche, die offen ist für die Stimmen der Armen und Ausgegrenzten – egal woher sie kommen – und in der ihre Anliegen nicht am Rand stehen, sondern im Zentrum. Dafür möchte ich mich einsetzen. Denn genau das ist für mich Kirche: solidarisch, verbunden, global – und immer auf dem Weg.
